Pfingstmontag

Einer wichtigen Feiertage in Deutschland ist Pfingstmontag. Nachstehend finden Sie eine Übersicht, wann Pfingstmontag in den nächsten Jahren gefeiert wird:
FeiertagDatumTagWochennummerTage bis
Pfingstmontag 202001. Juni 2020Mo.23-648
Pfingstmontag 202124. Mai 2021Mo.21-291
Pfingstmontag 202206. Juni 2022Mo.2386
Pfingstmontag 202329. Mai 2023Mo.22443
Pfingstmontag 202420. Mai 2024Mo.21800
Pfingstmontag 202509. Juni 2025Mo.241185
Pfingstmontag 202625. Mai 2026Mo.221535
Pfingstmontag 202717. Mai 2027Mo.201892
Pfingstmontag 202805. Juni 2028Mo.232277
Pfingstmontag 202921. Mai 2029Mo.212627
Pfingstmontag 203010. Juni 2030Mo.243012

Der Pfingstmontag ist in allen deutschen Bundesländern ein beweglicher gesetzlicher Feiertag zwischen dem 11. Mai und 14. Juni. Die Forderung von Wirtschafts- und Unternehmerverbänden im Jahr 2005, ihn abzuschaffen, fand in der Politik keine Mehrheit.

Ursprung

Während der Pfingstsonntag das Ende der Osterzeit markiert, läutet der Pfingstmontag die „Zeit im Jahreskreis“ ein, also den „normalen“ Alltag im Kirchenjahr, der nicht im Zusammenhang mit der Vorbereitung auf ein Hochfest oder der eigentlichen Feier steht. Dieses Datum ist auch nicht verbunden mit einem besonderen biblischen Ereignis oder mit der Verehrung spezieller Heiliger. Vielmehr ist der Pfingstmontag das Überbleibsel der sogenannten Oktav, derzufolge die acht Tage nach einem christlichen Hochfest als Feiertage galten.

Letztendlich ist diese arbeitsfreie Zeit eine Verlängerung des Geburtstags der Kirche am Pfingstsonntag, als auf die Jünger Jesu der Heilige Geist herabkam. Dieser verlieh ihnen die Fähigkeit, alle Sprachen der Welt zu verstehen und die Botschaft Gottes zu verbreiten.

Heutzutage feiern Katholiken und Protestanten vielerorts gemeinsame Gottesdienste, da es auch in der christlichen Urgemeinde keine Trennung der Konfessionen gab. Zentrale Hochfeste in Form zweier aufeinander folgender Feiertage zu zelebrieren, sind in der Tradition der Kirche keine Ausnahmeerscheinung, wie es beispielsweise auch an Ostern oder Weihnachten üblich ist.

Bräuche und Traditionen am Pfingstmontag

Von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag pflegen die Menschen insbesondere in ländlichen Regionen die alte Tradition der sogenannten Unruhnacht. Ursprünglich ging es bei diesem Brauchtum darum, böse Geister zu vertreiben. Mit der Zeit hat es sich jedoch durchgesetzt, in dieser Nacht anderen Streiche zu spielen und Schabernack zu treiben. So ist es zum Beispiel erlaubt, alles, was nicht von einem Dach geschützt ist, mitzunehmen und zu verstecken.

In Marwede in Norddeutschland ist es Sitte, an Pfingstmontag eine Strohpuppe, den „Pfingstkarl“, zu verbrennen und anschließend mit Bier zu löschen – ein ähnliches Ritual wie die „Nubbelverbrennung“ im rheinischen Karneval.

Wie bereits an Pfingstsonntag findet in Oelde am darauffolgenden Tag der Tanz der Gemeindemitglieder um gemeinsam aufgestellte Pfingstbäume, der sogenannte Oelder Pfingstenkranz, statt.

Auch an den Werktagen nach dem Pfingstfest halten viele an alten Traditionen fest. So startet der bekannte „Wäldchestag“-Rummel in Frankfurt am Main und Umgebung erst am Dienstag. Ebenfalls an diesem Tag findet in Deidesheim in Rheinland-Pfalz ein historisches Stadtfest statt, bei dem auch eine Ziegenbockversteigerung mit auf dem Programm steht.

In Halle an der Saale sowie im Umland treffen sich die Menschen tags drauf zum Knoblauchmittwoch, um nach den üppigen Festmahlen zu Pfingsten einen Gesundheitstag einzulegen.

Bild: Lothar Spurzem, CC Lizenz